Vor dem dritten Lauf zur Austrian Rallye Challenge führen Raimund Baumschlager in der ART, Hermann Gassner senior in der ARCP. In der ARC führen die Gebrüder Maier auf einem Serien-Fiesta - doch sie werden gejagt von der jungen, wilden Rally4-Armada…
Fotos: Harald Illmer
Die Austrian Rallye Challenge wird im Rahmen der ET König Rallye ihren dritten Saisonlauf abhalten. Zurzeit sind satte 56 Teams in der ARC eingetragen. Wie schon bei der Lavanttal-Rallye wird auch im Murtal der zweite Tag der TEC7 ORM Rallye gezählt - von den 34 ARC-Teams, die für die ET König Rallye genannt haben, starten 29 an beiden Tagen, fünf werden erst am zweiten Tag ins Geschehen eingreifen.
ARC: Rally4-Piloten „jagen“ Maier im Serien-Fiesta:
Die Austrian Rallye Challenge soll gemäß ihrer Erfinder gerade für Neueinsteiger eine kostengünstige Plattform darstellen. In den letzten Jahren hat dazu Ford Austria mit der Racing Rookie Driver Search einen wesentlichen Beitrag geleistet - die Jahressieger haben über 20 Jahre lang einen serienmäßigen Ford Fiesta ST erhalten, mit dem dann auch viele in der ARC ihre ersten Schritte gewagt haben. Auch wenn die Racing Rookie Driver Search ihr Ende fand, hinterlässt sie weiter Spuren in der ARC. So kämpften im Vorjahr gleich drei Besitzer eines Fiesta ST um den ARC-Clubmeister - der Sieger, Lukas Dirnberger, und der Zweitplatzierte, Marcel Neulinger wechselten für 2025 in ein modernes Rally4-Fahrzeug. Verblieben ist Max Maier, der mit seinem Bruder Ben heuer erneut auf den serienmäßigen Fiesta ST setzt.

Bei der Rally Vipavska Dolina konnten die Gebrüder Maier den ARC-Sieg einfahren, sie kommen nun als Tabellenführende zur ET König Rallye. Doch: Heuer sind auch Rally4-Fahrzeuge berechtigt, um die Clubmeisterschaft zu fahren, freilich in einer anderen Klasse (C3). Somit trifft Max Maier wieder auf seine Vorjahres-Konkurrenten Lukas Dirnberger, Marcel Neulinger und Raphael Dirnberger. Da die drei jedoch nicht in Slowenien gefahren sind, hat Maier nun einen Punktevorsprung: Maier hält bei 78 Punkten, Lukas Dirnberger bei 40, Raphael Dirnberger bei 33 und Marcel Neulinger hat gar nur 10,5 Punkte auf seinem ARC-Konto. In diesem „Satellitenkampf“ geht es nun darum, wer in seiner Klasse die meisten Punkte erobern kann. Die Rally4-Fahrzeuge in der Klasse C3, die Fiesta ST von Maier oder auch Nico Neulinger in der Klasse C4.
Glaubt Max Maier, dass er seinen Vorsprung halten, er heuer den ARC-Clubmeister im deutlich schwächeren Fiesta ST gewinnen kann? „Ich hoffe es zumindest. Durch das Punktesystem ist es zumindest möglich, doch einfach ist es nicht. Ich muss in meiner Klasse immer auf Sieg fahren.“ Umgekehrt können die Gebrüder Maier darauf hoffen, dass einander die Rally4-Teams Punkte wegnehmen, es in der Klasse C3 möglichst unterschiedliche Sieger gibt. Maier sagt: „Ich möchte heuer auf jeden Fall versuchen, mit dem Fiesta den Titel zu holen. Für das nächste Jahr wäre dann ein Wechsel in einen Rally4 interessant - das hängt davon ab, ob wir weitere Sponsoren finden können.“

ARCP: Veranstalter Peter Hopf im Favoritenkreis:
In der stark besetzten ARCP für Proto- und Produktionsfahrzeuge tritt bei der ET König Rallye heuer erstmals der Clubmeister des Vorjahres, Reinhard Frühwald wieder an. Die Favoritenrolle weist er jedoch von sich: „Ich bin heuer mit neuem Copiloten unterwegs. Wir sind zwar schon die Osterrallye zusammen gefahren, doch wir müssen uns erst eingewöhnen.“ Was eventuell Peter Hopf freuen könnte, denn der Veranstalter der ET König Rallye kann als ARCP-Vizeclubmeister des Vorjahres zum Favoritenkreis gezählt werden.
ARCH: Clubmeister Wanko zündet wieder seine Lada:
Bei den Historischen der ARCH kehrt mit Mario Wanko jener Pilot zurück, dem 2024 das Kunststück gelang, mit einer Lada ARCH-Champion zu werden. Und: Günther Königseder hat seinen gold-schwarzen Lancia in der Garage gelassen und zündet bei der ET König Rallye einen Fiat 131 Racing 2000.

ARC Partner Easy Drivers steigt mit Projekt nun auch aktiv in die ARC ein:
Easy Drivers, bereits als Unterstützer des ARC-Infopoints und der daraus resultierenden Medienarbeit in der ARC vertreten, steigt nun mit einem jungen Fahrlehrer in die ARC ein. Tobias Reischer startet mit seinem routinierten Beifahrer Andreas Schmiedberger für den MCL 68 mit einem Volvo 940 in der JARC und möchte dadurch auf das EASY DRIVERS NO ROADRUNNING Projekt aufmerksam machen, welches speziell jungen Menschen legale Möglichkeiten bieten soll, in die Motorsportszene zu schnuppern.
ARC-Text zur Verfügung gestellt von: Michael Trawniczek
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